2018 / 2019

Vorlesungen

Montag 22. Oktober 2018, 14.30 Uhr:
Schaffhausen, die einzigartige Mittelalterstadt 
und ihre Bewohner 1045–1600

Montag 22. Oktober 2018, 14.30 Uhr

Schaffhausen, die einzigartige Mittelalterstadt 
und ihre Bewohner 1045–1600

Kurt Bänteli, MAS, Vermittlung von Archäologie und Geschichte

Schaffhausen besitzt eine grossartige Altstadt, sie ist nach Basel, Freiburg und Bern etwa die viertgrösste der Deutschschweiz. Wir besitzen die älteste, fast tausendjährige Stadtbefestigung der Schweiz und die älteste, noch weitgehend erhaltene Stadtburg wie die archäologische Untersuchung der Gebäude und des Stadtbodens während 35 Jahren zeigen. Dies verdanken wir den mit Papst und Kaiser verwandten Stadtgründern, den Nellenburgern. Sie haben zwei Klöster gegründet, und ihre Memorialanlage, der Kreuzhof von Allerheiligen, ist einzigartig in der Architekturgeschichte.

Schaffhausen ist auch eine Zähringerstadt, mit einer bedeutenden Stadterweiterung nach einem Jahrtausendhochwasser 1206. Unsere Stadt wurde 1443–45, als sie alleine und isoliert dastand, zu einer hochgerüsteten Artilleriefestung ausgebaut, also 120 Jahre bevor der erste Stein zum Munot gelegt wurde. Schliesslich sind wir nicht die Stadt der 171 Erker wie sie touristisch beworben wird, sondern jene der 500 Erker.

Eine völlig neuartige Quelle, wie sie sonst keine Stadt besitzt, ist durch eine Datenbank entstanden. Sie basiert auf dem jährlichen Gang der Steuereinzieher und erfasst die in den Schriftquellen zwischen 1250–1600 überlieferten Stadtbewohner in ihren 600 Häusern. Damit wird sie gleichsam zu einer Zeitmaschine ins Mittelalter: Schaffhausen lässt sich nicht nur beschreiben wie es entstand und wie es aussah. Neu werden die Bewohner flächendeckend fassbar, mit ihren Berufen, ihren Ämtern, ihren Familiengeschichten etc., Häusergeschichten aus dem Zentrum des Heiligen Römischen Reiches und ab 1501 am Rande der Eidgenossenschaft.

 

Montag 29. Oktober 2018, 14.30 Uhr:
Ein menschengerechtes, bezahlbares Gesundheitswesen – 
die Akademie Menschenmedizin engagiert sich

Montag 29. Oktober 2018, 14.30 Uhr

Ein menschengerechtes, bezahlbares Gesundheitswesen – die Akademie Menschenmedizin engagiert sich

Dr. med. Christian Hess, ehemaliger Chefarzt und Vorstandsmitglied 
der Akademie Menschenmedizin

Die Akademie Menschenmedizin (amm) wurde 2009 gegründet und engagiert sich für eine Patientinnen und Patienten orientierte, qualitativ hochstehende, bezahlbare Gesundheitsversorgung in der Schweiz. Einer der Antriebe war die zunehmende Kommerzialisierung und Gewinnorientierung insbesondere im stationären Bereich. Sie ist ein gemeinnütziger, in jeder Hinsicht unabhängiger Verein, mit der Möglichkeit zur Mitgliedschaft für alle. Zentral sind ihr eine inhaltsorientierte Diskussion über Werte und Anliegen der Bevölkerung ebenso wie die Interprofessionalität mit Einbezug der Geisteswissenschaften in den klinischen Alltag. Ein breit aufgestellter Beirat unterstützt die Arbeit und ist selber teilweise in den verschiedenen Arbeitsgruppen tätig.

Der Vortrag wird auf die erwähnten Anliegen und die aktuellen Projekte eingehen, wie z. B. auf das «amm Café Med», ein niederschwelliges, kostenloses Angebot zur medizinischen Entscheidungshilfe in einem Zürcher Café.

Montag 5. November 2018, 14.30 Uhr:
Menschliche Maschinen – maschinelle Menschen: 
eine kurze Geschichte der Automatisierung

Montag 5. November 2018, 14.30 Uhr

Menschliche Maschinen – maschinelle Menschen: eine kurze Geschichte der Automatisierung

Professor Dr. Caspar Hirschi, Lehrstuhl für Allgemeine Geschichte, 
Universität St. Gallen

In der modernen Gesellschaft gibt es kein Leben ohne Maschinen. Sie begleiten, helfen und beherrschen uns vom Berufsalltag bis in die hintersten Winkel unseres Privatlebens. Sigmund Freud hat schon 1930 geschrieben, der Mensch sei dank der modernen Technik zu einem «Prothesengott» geworden, der recht grossartig daherkomme, «wenn er all seine Hilfsorgane anlegt». Gleichzeitig gab Freud zu bedenken, der Mensch schaffe zwar mehr mit Maschinen, aber die Maschinen machten dem Menschen auch immer mehr zu schaffen. 

Heute erscheint der maschinelle Fortschritt zweischneidiger denn je: Viele sehen in der Digitalisierung eine technologische Kraft, die Maschinen so schlau und schnell werden lässt, dass die menschliche Arbeitskraft insgesamt überflüssig wird. Was das Automobil vor hundert Jahren mit dem Pferd gemacht habe, so die Prognose, richte die künstliche Intelligenz bald mit dem Menschen an. 

Blühen uns ewige Ferien in Begleitung von Robotern, aber ohne finanzielles Einkommen? Die Frage ist nicht neu, und wer sie in der Vergangenheit bejaht hat, wurde von der Zukunft stets eines Besseren belehrt. Ob das auch diesmal gilt, kann am ehesten ein Gang durch die Geschichte der Mensch-Maschinen-Beziehungen beantworten. Das ist das Ziel dieser Vorlesung.

Montag 12. November 2018, 14.30 Uhr:
Klimawandel: Für die Klimaziele braucht es mehr 
politischen Willen

Montag 12. November 2018, 14.30 Uhr

Klimawandel: Für die Klimaziele braucht es mehr politischen Willen

Prof. Dr. Reto Knutti, Institut für Klima und Atmosphäre (IAC), 
Präsident «Pro Clim», ETH Zürich

Die Klimaforschung spricht eine deutliche Sprache: Die Kohlendioxid-Emissionen aus der Verbrennung von Öl, Gas und Kohle sind hauptverantwortlich für die globale Erwärmung. Und die Auswirkungen des Klimawandels sind heute schon sichtbar, stellen aber insbesondere die kommenden Generationen vor grosse Herausforderungen. Das internationale Klimaziel von höchstens 2°C globaler Erwärmung (gegenüber der Zeit vor 1900) ist nur mit einer massiven Reduktion der Treibhausgas-Emissionen aus Transport, Industrie, Energieproduktion und dem Bausektor möglich. Die Klimaverhandlungen in Paris im Dezember 2015 haben im Prinzip die Weichen für die künftige globale Klimapolitik gestellt. Allerdings: Die entsprechenden politischen Schritte in diese Richtung sind bisher ungenügend. Der Vortrag beantwortet die neusten Fragen zur Klimaforschung und der Klimapolitik: Wo wird sich der Klimawandel am stärksten auswirken, und wie können wir uns anpassen? Können wir das erwähnte 2°C-Ziel noch erreichen? Welche Verantwortung und Rolle kann und soll die Schweiz in einer globalisierten Welt einnehmen? Wird sie gar zum technologischen Vorreiter und gestaltet so die Zukunft unseres Planeten aktiv mit? Höchste Zeit für eine wissenschaftliche, wirtschaftliche und politische Standortbestimmung!

Montag 19. November 2018, 14.30 Uhr:
Wie das Gehirn das Gehör im Alter unterstützt

Montag 19. November 2018, 14.30 Uhr

Wie das Gehirn das Gehör im Alter unterstützt

Prof. Dr. Martin Meyer, Neuropsychologe, Universität Zürich

Wir werden alle älter. Auch das Gehör. Der altersbedingte Hörverlust beginnt schon relativ früh im fünften Lebensjahrzehnt und wird stetig stärker. Irgendwann kommt der Punkt, an dem man merkt, wie mühsam und unbefriedigend Kommunikation mit anderen Menschen im Alltag geworden ist.

Viele betroffene Menschen nehmen diese Entwicklung relativ spät zur Kenntnis und entwickeln Strategien, wie sich der Status quo so lange wie möglich herauszögern lässt. Andere lassen sich ein Hörgerät anpassen und sind erst einmal enttäuscht, weil sich der erhoffte Effekt nicht sofort einstellt. Weitere Betroffene wiederum resignieren und ziehen sich in die soziale Isolation zurück.

Neueste Forschung zu diesem Thema zeigt das komplexe Zusammenspiel zwischen Gehirn und Gehör im Alter und beschreibt, warum es sich empfiehlt, bei beginnender Schwerhörigkeit nicht einfach den Dingen ihren Lauf zu lassen. 

Der Vortrag wird den aktuellen Forschungsstand verständlich zusammenfassen und einige überraschende Erkenntnisse präsentieren. Zudem werden adäquate Verhaltensweisen und Massnahmen besprochen, wie man dem altersbedingten Hörverlust optimal begegnet.

 

Montag 26. November 2018, 14.30 Uhr:
Weltraumschrott – Wissenschaftliche Grundlagen für eine 
nachhaltige Nutzung des Weltraums

Montag 26. November 2018, 14.30 Uhr

Weltraumschrott – Wissenschaftliche Grundlagen für eine nachhaltige Nutzung des Weltraums

Prof. Dr. Thomas Schildknecht, Vizedirektor / Leitung Optische Astronomie, Direktor Observatorium Zimmerwald

Seit Sputnik I wurden mit über 5000 Raketenstarts Satelliten in den Weltraum geschickt. Was tun die alle? Was passiert mit ihnen, wenn sie tot sind?

Ausgediente Satelliten, zusammen mit ausgebrannten Oberstufen, Verschalungen, Adaptern, Bolzen, Fragmenten von Explosionen, etc., umkreisen die Erde als sogenannter Weltraumschrott. Aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit stellen diese Trümmer eine steigende Gefahr sowohl für die bemannte, als auch die unbemannte Raumfahrt dar.

Das stetige Anwachsen der Raumschrott-Population sowie das zunehmende Risiko für Kollisionen stellt eine langfristige, nachhaltige Nutzung des Weltraums ernsthaft in Frage. In letzter Zeit haben daher die Raumfahrtagenturen und zivile Forschungsinstitutionen ihre Bemühungen zur Untersuchung dieser Population verstärkt. Ein tieferes Verständnis der Natur der kleinen Raumschrott-Objekte, sowie derer Quellen, ist eine Voraussetzung, um effiziente und kostengünstige Massnahmen zur Begrenzung von Raumschrott auszuarbeiten.

Das Astronomische Institut der Universität Bern (AIUB) ist an optischen Beobachtungsprogrammen zur Suche, Katalogisierung und Charakterisierung von Weltraumschrott massgeblich beteiligt und hat sich dabei eine weltweit führende Stellung erarbeitet. Die Forschungsaktivitäten werden mit Beispielen und überraschenden Entdeckungen illustriert.

 

Montag 3. Dezember 2018, 14.30 Uhr:
«Anti Ageing oder Pro Ageing?»

Montag 3. Dezember 2018, 14.30 Uhr

«Anti Ageing oder Pro Ageing?»

Dr. med. Roland Kunz, Chefarzt Universitäre Klinik für Palliative Care, 
Stadtspital Waid, Zürich

Es gibt zwei Möglichkeiten, dem Älterwerden zu begegnen: rückwärtsgerichtet sich an die verblühende Jugendlichkeit klammern oder vorausschauend sich mit den biologischen Veränderungen des Älterwerdens auseinandersetzen. Während der erstere Ansatz vor allem der Anti Ageing Industrie zu ständig wachsenden Gewinnen verhilft, aber nur einen sehr fraglichen Benefit für die Nutzer bringt, bietet die Auseinandersetzung mit den körperlichen, geistigen und sozialen Veränderungen im Alter die Chance, selber aktiv Einfluss zu nehmen auf das eigene Älterwerden. 

Im Vortrag werden die normalen Alterungsprozesse erklärt und Möglichkeiten aufgezeigt, wie wir selber Einfluss nehmen können auf ein gutes Altern. Dabei geht es um Erkenntnisse zur Ernährung, zu körperlicher Betätigung und zur Prävention. Und gleichzeitig fordert das Älterwerden auch immer mehr zu Entscheidungen heraus: wo akzeptiere ich Grenzen und wo setze ich bewusst Grenzen? Ist mir Lebensdauer oder Lebensqualität wichtiger? Wie diese Selbstbestimmung am besten gewahrt werden kann, wird auch ein Thema des Vortrages sein.

 

Montag 10. Dezember 2018, 14.30 Uhr:
Ehe, Liebe und Zivilgesetzbuch
: Die ungewöhnliche Liebesgeschichte von Eugen und Lina Huber

Montag 10. Dezember 2018, 14.30 Uhr

Ehe, Liebe und Zivilgesetzbuch: 
Die ungewöhnliche Liebesgeschichte von Eugen und Lina Huber

Verena E. Müller, lic. phil. Historikerin und Publizistin

Perfektes Arbeitsteam? Mésalliance? Komplizierte Liebesgeschichte? Die Beziehung der Kellnerin Lina Weissert (1851–1910) und des Juristen Eugen Huber (1849-1923), Schöpfer des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs, ist all das und mehr. Energisch hatte die junge Frau den Heiratsantrag des Schriftstellers Gottfried Keller und das Werben Hubers abgewiesen, doch anders als Keller liess Huber nicht locker. Endlich willigte Lina ein.

Mit den Jahren entwickelte sich eine kongeniale Partnerschaft. Nach Linas Tod setzte der vereinsamte Huber in täglichen Briefen an die Verstorbene während über sieben Jahren das gemeinsame Gespräch fort. Die Dokumente liegen im Schweizerischen Bundesarchiv Bern.

 

Montag 17. Dezember 2018, 14.30 Uhr:
Kunst – sprich mit mir! 
Wie die gute alte Kunst zu dem geworden ist, was sie heute ist

Montag 17. Dezember 2018, 14.30 Uhr

Kunst – sprich mit mir! Wie die gute alte Kunst zu dem geworden ist, was sie heute ist 

Markus Landert, Museumsdirektor, Kunstmuseum Thurgau/Ittinger Museum, Karthause Ittingen

Der Kern der Kartause Ittingen bildet eine Rokokokirche, in der sich handwerkliche Meisterleistungen mit einer klaren inhaltlichen Botschaft verbinden. In diesem Gesamtkunstwerk kristallisiert sich eine Kunstvorstellung, die das Publikum noch immer zu begeistern vermag. Heute zeigt das Kunstmuseum Thurgau an diesem mit Geschichte gesättigten Ort regelmässig Ausstellungen mit zeitgenössischer Kunst, die nicht selten auch Anstoss erregen. Die hoch spezialisierten Ausdrucksformen aktueller Kunst haben mit den Meisterwerken der Vergangenheit kaum mehr etwas gemein. Der Direktor des Kunstmuseums Thurgau, Markus Landert, zeigt anhand des Beispiels der Ausstattung der Kartause Ittingen auf, welche Aufgaben Kunst in früheren Jahrhunderten hatte, und führt aus, warum und wie sich dies verändert hat.

Montag 7. Januar 2019, 14.30 Uhr:
Lebensqualität für Alle: 
Wie Digitale Gesundheitsbildung 60+ unsere Gesellschaft 
gesünder macht

Montag 7. Januar 2019, 14.30 Uhr

Lebensqualität für Alle: Wie Digitale Gesundheitsbildung 60+ unsere Gesellschaft gesünder macht

Prof. Dr. Mike Martin, Präsident der Senioren-Universität Zürich, 
Mitglied des Direktoriums der Digital Society Initiative (DSI) der Universität Zürich 
und einer WHO Arbeitsgruppe zur Alternsforschung

Drei Entwicklungen prägen die Diskussion über Lebensqualität und Gesundheit: Die konzeptionelle Entwicklung des Gesundheitsbegriffs, die Entwicklung der Langlebigkeit und die informationstechnische Entwicklung. Das ist kein Zufall: Wenn das Konzept der Lebensqualität zunehmend dynamischer und kontextabhängiger wird, dann, weil durch die Technikentwicklung die alltagsnahe Messung dieser Dynamik möglich geworden ist. Die Langlebigkeit mit ihrer Zunahme an chronischen Mehrfacherkrankungen betrifft immer mehr Menschen, denen aber der Erhalt ihrer dynamischen Lebensqualität ermöglicht werden soll. Die Vorteile dieser drei Entwicklungen können nur genutzt werden, wenn alle Personen über die Möglichkeit verfügen, sich gut informiert an gesundheitsrelevanten Entscheidungen zu beteiligen. Im Vortrag wird aufgezeigt, wie das moderne Konzept des «gesunden Alterns» der Weltgesundheitsorganisation von 2015 durch digitale Gesundheitsbildung umgesetzt werden könnte und welche Bildungsinhalte dafür zentral sind.

Montag 14. Januar 2019, 14.30 Uhr:
Was essen wir morgen? Das Welternährungssystem

Montag 14. Januar 2019, 14.30 Uhr

Was essen wir morgen? Das Welternährungssystem

Prof. Dr. Nina Buchmann, Professorin für Graslandwissenschaften, 
ehemalige Leiterin des Kompetenzzentrums World Food System, ETH Zürich

Alle essen: mal mit Genuss, mal in Eile; mal mehr, mal weniger; mal Kartoffeln, mal Pasta. Wissen wir, was wir essen? Woher die Nahrungsmittel kommen, heute und auch morgen? Wovon hängt es ab, was wir essen: von unserem Geschmack und unserem Geldbeutel oder auch von der Trockenheit in Australien und der Düngung in den USA? Die Zutaten unseres Abendessens machen deutlich, dass wir in einem Welternährungssystem leben und essen. Solch ein System hat viele Wechselwirkungen, die uns manchmal überraschen können. So ist eine einheimische Gurke im Winter eine Umweltbelastung, aber im Sommer nicht. Warum das so ist und welche Lösungen es für ein nachhaltiges Ernährungssystem und für jeden und jede von uns gibt, wird im Vortrag aufgezeigt.

 

Montag 21. Januar 2019, 14.30 Uhr:
Das Drama des verschuldeten Menschen 
(Shakespeare, Ibsen, Dürrenmatt)

Montag 21. Januar 2019, 14.30 Uhr

Das Drama des verschuldeten Menschen (Shakespeare, Ibsen, Dürrenmatt)

PD Dr. phil. Daniel Cuonz, Wissenschaftlicher Assistent Lehrstuhl für 
Deutsche Sprache und Literatur, Universität St. Gallen

Seit der internationalen Finanzkrise von 2008 ist ein zuvor wenig beachteter Verwandter des Homo oeconomicus in den Fokus des allgemeinen Interesses gerückt: der Homo Debitor, der Mensch, der so rettungslos verschuldet ist, dass er durch seine Schulden in seinem ganzen Menschsein bestimmt wird. Die spätkapitalistische Schuldenwirtschaft scheint massgeblich davon zu profitieren, dass der verschuldete Mensch im Lauf der Zeit gelernt hat, sich für seine Schulden moralisch schuldig zu fühlen. Es liegt daher auf der Hand, dass in Anbetracht der zunehmenden Verschuldung einer zunehmenden Anzahl von Menschen auch neue Sichtweisen auf das Verhältnis von Schuld und Schulden dringend nötig sind. Dazu braucht es jedoch nicht nur neue Formen von ethischer Phantasie und ökonomischer Kreativität, sondern auch eine unverbrauchte Sprache, in der beides zueinander finden kann.

In dieser Hinsicht können sich die aktuellen Debatten über die Lebensform des verschuldeten Menschen möglicherweise von der Literaturgeschichte weiterhelfen lassen. Denn die Thematisierung der Frage, wie sich Schuld und Schulden ineinander verschieben, einander überlagern oder aufeinander verweisen, gehört zu bemerkenswertesten Langzeitprojekten der neuzeitlichen Literatur. Vor allem in der Geschichte des Dramas, vom Anbruch der Moderne bis ins historische Vorfeld der Schuldenkrise unseres Jahrhunderts, spielen Szenarien der Rückgewinnung von Handlungsspielräumen mit, die in einem Leben in und mit Schulden verloren gehen, eine aufschlussreiche Rolle. Mit William Shakespeare, Henrik Ibsen und Friedrich Dürrenmatt werden in dem Vortrag drei Autoren zur Sprache kommen, die das Drama des verschuldeten Menschen an den neuralgischen Punkten seiner Geschichte massgeblich geprägt haben.

Montag 28. Januar 2019, 14.30 Uhr:
Neue Landschaften im Hochgebirge: was sagen sie uns 
und wie gehen wir damit um?

Montag 28. Januar 2019, 14.30 Uhr

Neue Landschaften im Hochgebirge: was sagen sie uns und wie gehen wir damit um?

Prof. em. Dr. Wilfried Haeberli, Geowissenschaftler Universität Zürich

Der globale Temperaturanstieg lässt in den meisten Hochgebirgen der Erde die Gletscher schmelzen und den Permafrost auftauen. Es entstehen dadurch in ursprünglich vereisten Hochgebirgen neue Landschaften von Fels, Schutt, spärlicher Vegetation und vielen Seen. Diese Landschaften entstehen in rasantem Tempo, aber für lange Zeiträume. Sie werden durch Ungleichgewichte und erhöhtem Abtrag charakterisiert. Gefährliche Prozesskombinationen und Prozessketten betreffen vor allem grosse Sturzereignisse als Auslöser von weitreichenden Murgängen, Flutwellen und Sedimentverlagerungen auch ins Tiefland. Die Vorgänge im Hochgebirge sind als eine Art «Schrift an der Wand» ernst zu nehmen: Die Gletscher können etwa in den Alpen kaum mehr substantiell gerettet werden, wichtige Handlungsoptionen gehen verloren. Tiefgreifende Veränderungen sind nicht mehr vermeidbar und für viele kommende Generationen irreversibel. Nachhaltige Anpassungsmassnahmen müssen unverzüglich geplant werden. Damit sie erfolgreich umgesetzt werden können, muss die Geschwindigkeit des Klimawandels reduziert werden. 

Montag 11. Februar 2019, 14.30 Uhr:
«Leiden schafft Zusammenhalt» – 
Partnerschaftsveränderungen bei einer Krebserkrankung

Montag 11. Februar 2019, 14.30 Uhr

«Leiden schafft Zusammenhalt» – Partnerschaftsveränderungen bei einer Krebserkrankung

PD Dr. med. Natalie Büel-Drabe, Leitende Aerztin Konsiliar-, Liasionpsychiatrie, Spitäler Schaffhausen

Jedes Jahr müssen schätzungsweise 25.000 bis 30.000 Menschen in der Schweiz erleben, dass ihr Partner an Krebs erkrankt. Für die meisten wandelt sich ihre Partnerschaft zum Positiven, trotz oftmals erheblicher körperlicher Belastungen der Betroffenen, der fehlenden Planbarkeit im Alltag und der Angst vor dem Fortschreiten der Erkrankung. Durch die Erkrankung verbringen die Paare in der Regel mehr Zeit miteinander, reden offener und haben stärkere Gefühle füreinander. Nur wenige Paare erleben negative Veränderungen. Hier sind es vor allem die Partnerinnen von an Krebs erkrankten Männern, die leiden. Eine mögliche Erklärung: Das Gefühlsleben von Frauen hängt stärker vom Wohlbefinden ihres Partners ab als umgekehrt.

Montag 18. Februar 2019, 14.30 Uhr:
Resilienz – aufbauende Kräfte

Montag 18. Februar 2019, 14.30 Uhr

Resilienz – aufbauende Kräfte

Prof. Jürg Kesselring, FRCP, Chefarzt Klinik für Neurologie & Neurorehabilitation, Kliniken Valens, Mitglied des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz

Der Begriff Resilienz bedeutet Widerstandskraft und Elastizität, beschreibt aber auch die Fähigkeit Wandel zu bewältigen. Bei Menschen ist damit eine individuelle Anpassungsfähigkeit an Stress und Widrigkeiten gemeint. Diese Anpassungsfähigkeit findet sich bei jedem von uns in unterschiedlichem Ausmass und kann gelernt und trainiert werden. Dabei versucht man Strategien zu entwickeln, die einerseits das Wohlbefinden fördern und andererseits vor überwältigenden Risikofaktoren schützen. 

Um die eigene Belastbarkeit zu entwickeln und aufrechtzuerhalten helfen verschiedene, sogenannte protektive Faktoren, wie z.B. eine realistische Vorausplanung oder ein positives Selbstkonzept. Solche Faktoren machen eine Person robuster in schwierigen Situationen und ermöglichen es ihr trotz negativen Emotionen optimistisch zu bleiben und mit Hilfe der entwickelten Coping-Techniken effektiver durch Krisen zu navigieren.

Widerstandsfähige Menschen zeichnen sich sehr häufig durch positive und pro-aktive Persönlichkeiten aus, welche Erfahrung, Flexibilität und Lernfreude mitbringen, Perspektiven im Leben haben und über ein unterstützendes soziales Umfeld verfügen. Man unterteilt Resilienz daher in eine physiologische, eine emotionale, eine geistige und eine spirituelle Dimension. 

Diese gilt es zu (er-)kennen und dank lebenslangem Lernen zu stärken.

 

Montag 25. Februar 2019, 14.30 Uhr:
Selbständig bleiben

Montag 25. Februar 2019, 14.30 Uhr

Selbständig bleiben

Prof. Dr. Helmut Bachmaier, Universität Konstanz

Ältere Menschen haben den dringenden Wunsch, möglichst lange selbständig zu bleiben, ihren Alltag autonom zu gestalten. Dem entspricht das Konzept einer modernen Alterskultur, nämlich lebenslang die Persönlichkeit und die Selbständigkeit durch Prävention und Bildung zu fördern. Diese Förderung der Selbständigkeit ist Thema des Vortrages.

Dies betrifft geistige, seelische und körperliche Aktivitäten, die helfen, Selbständigkeit zu erhalten und für sich selbst neue Freiheiten zu eröffnen. Dazu ist es erforderlich, ein positives Altersbild zu entwickeln und sich für die nachberufliche Zeit regelmässige Aufgaben zu geben. Goethe hat dies so formuliert: «Älter werden heisst: selbst ein neues Geschäft antreten; alle Verhältnisse verändern sich, und man muss entweder zu handeln ganz aufhören oder mit Willen und Bewusstsein das neue Rollenfach übernehmen» (Maximen und Reflexionen 259, Hamburger Ausgabe). 

Die Bedrohung der Selbständigkeit kann durch Ängste, Schmerzen, Unsicherheiten ausgelöst werden. Alter selbst ist aber kein Schicksal, sondern die Chance für Neues und Anderes. Wenn die Lebenswege kürzer und enger werden, dann muss man sie vertiefen und ihnen entschlossen eine bestimmte Richtung geben.

Literatur: Helmut Bachmaier, Lektionen des Alters. Kulturhistorische Betrachtungen, Göttingen (Wallstein Verlag) 2015.

Montag 4. März 2019, 14:30 Uhr:
Der Schlaf und die innere Uhr im Alter

Montag 4. März 2019, 14:30 Uhr

Der Schlaf und die innere Uhr im Alter

Prof. Dr. Christian Cajochen, Leiter Zentrum für Chronobiologie, 
Universität Basel

Der Alterungsprozess bringt viele körperliche Veränderungen mit sich, die sich über einen langen Zeitraum langsam entwickeln. So lässt die Sehkraft allmählich nach und das Haar wird mit der Zeit grau. Ebenso verändert sich der Schlaf im Alter, der – auch bei gutem Gesundheitszustand – fragiler und störanfälliger wird. Im Vortrag werden Mythen und Fakten zum «schlechten» Schlaf im Alter zur Sprache kommen, sowie neue Erkenntnisse über die positive Wirkung von Licht auf Schlaf und die innere Uhr im Alter vorgestellt.

 

Montag 11. März 2019, 14:30 Uhr:
Problematischer und konstruktiver Umgang mit Scham

Montag 11. März 2019, 14:30 Uhr

Problematischer und konstruktiver Umgang mit Scham

Prof. Dr. Daniel Hell, Kompetenzzentrum «Depression und Angst» 
Privatklinik Hohenegg, Meilen

Scham tritt unerwünscht auf. Man möchte sie meiden. Doch je mehr sie abgewehrt wird, desto gravierender sind die Folgen. So führt Schamlosigkeit, aber auch abwehrende Wut und Aggressivität häufig zu sozialen Problemen. Narzisstisches Gekränkt-Sein läuft Gefahr, sich in einer hemmenden Opferrolle zu fixieren. Demgegenüber erleichtert die Akzeptanz massvoller Scham den zwischenmenschlichen Ausgleich und motiviert zur Auseinandersetzung mit sich selbst. (Manchmal können Humor und Selbstironie dazu beitragen, die unangenehme Botschaft der Scham distanzierter wahrzunehmen.) In der Regel geht es darum, einen konstruktiven statt eines abwehrenden Umgangs mit Scham zu entwickeln. Dazu verhilft auch ein besseres Verständnis der Scham als grundlegendes menschliches Gefühl.

 

Montag 18. März 2019, 14:30 Uhr:
Man muss wach sein, nicht schlafen (1994)

Montag 18. März 2019, 14:30 Uhr

Man muss wach sein, nicht schlafen (1994) – Gedenkvorlesung zum hundertsten Geburtstag von Josef Gnädinger (1919–2000)

Dr. Hortensia von Roda, Präsidentin der «Sturzeneggerstiftung»

Josef Gnädingers Geburtstag jährt sich 2019 zum hundertsten Mal. Noch heute ist er vielen Menschen in der Region Schaffhausen und darüber hinaus bekannt. Vor allem als Maler, der einst Bauer war. Aber auch als ein Original im besten Sinne blieb er in Erinnerung. Belesen und streitbar, seinen Mitmenschen immer zugetan und Anteil nehmend, doch auch seine Ansichten dezidiert vertretend, wenn er Ungerechtigkeiten oder auch nur Gleichgültigkeit erkannte. Als Sohn einer Kleinbauernfamilie 1919 im katholischen Ramsen im äussersten Norden des Kantons Schaffhausen und der Schweiz geboren, erlebte Gnädinger den Zweiten Weltkrieg als prägend für sein junges Leben. Diese Erfahrungen liessen ihn zum Brückenbauer werden, in einer ureigenen Art und mit aussergewöhnlichen Fähigkeiten.

Josef Gnädingers Schaffen lässt sich in drei Perioden gliedern.

Das Frühwerk entstand zwischen 1937 und 1965. Gnädinger war von Anfang an neben der Ausübung seines Berufes als Landwirt stets auch künstlerisch tätig. Aber erst über eine im Aktivdienst während des Zweiten Weltkriegs erworbene Nierentuberkulose, fand er ausreichend Zeit, um sich überhaupt zum Künstler entwickeln zu können. Die mehrjährige Krankheit und monatelange Kuren verurteilten ihn zu Mussestunden, die er zeichnend und malend verbrachte. Gnädinger war Autodidakt. Seine Vorbilder waren zahlreich, als seine Lehrer bezeichnete er vor allem Hermann Knecht und Carl Roesch. Auch in der darstellenden Kunst war Gnädinger aktiv: In den 1940er- und 1950er-Jahren initiierte und leitete er etliche Theaterprojekte in Ramsen, die grossen Erfolg hatten.

Die Jahre in Togo begannen im Februar 1965 als Gnädinger als Missionshelfer zu einer Reise ins Ungewisse aufbrach. Das Ziel, das Savannendorf Bombouaka in Togo, war ihm bekannt, nicht aber, was ihn dort erwarten sollte. Aus den geplanten zwei wurden erfahrungsreiche siebzehn Jahre. Unvermittelt wurde er, obwohl in bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen, Zeuge einer ihm bis dahin unbekannten und unvorstellbaren Armut. Der Anfang war schwer, die Hitze ungewohnt, die Sprache fremd.

Was ihn all die Jahre ermutigte und für sein unermüdliches Engagement stärkte, war sein gelebter Glaube. Gnädinger wurde gleichzeitig bewusst, dass er seine künstlerische Tätigkeit in Afrika weiterführen sollte. Ansporn war nicht zuletzt die Tatsache, dass die Werke in der Heimat Geld einbrachten – Geld, das er für die Bedürfnisse der Armen einsetzen konnte. 

Die afrikanische «Ernte» zeigt denn auch, was der Künstler neben seiner Aufgabe als landwirtschaftlicher Berater zu leisten vermochte. Vor allem erstaunen die zum Teil grossen Dimensionen der in Afrika entstandenen Ölgemälde, die er gerollt nach Hause schickte oder beim zweijährlichen Heimaturlaub selbst heimbrachte. Das waren Bilder von expressivem Duktus, intensiver Farbigkeit und zuweilen von einer verblüffenden Reduktion.

Genauso eindrücklich, wie Gnädinger 1965 seine Hinreise mit dem Schiff ins unbekannte Togo beschrieb, schilderte er siebzehn Jahre später seine endgültige Rückkehr mit dem Auto durch die Sahara in die alte Heimat: Sie dauerte 24 Tage und endete an einem Regentag in Ramsen.

Das Spätwerk und ein neuer Lebensabschnitt begannen für den 63-jährigen 1982 mit seiner Rückkehr in die Schweiz. Vieles hatte sich verändert in der Zeit seines Auslandaufenthaltes. Nicht nur gesellschaftlich sondern auch beruflich galt es, wieder Fuss zu fassen. Klar war zunächst nur, dass er den Bauernberuf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben konnte. Umso gespannter verfolgte er die Resonanz auf seine ersten Ausstellungen, die ihn in seinem künstlerischen Schaffen bestätigten.

Erst jetzt widmete er sich in einem Ausmass der Kunst, wie es ihm bislang nie möglich war. Der in Afrika gefundene Mut was Komposition und Farbpalette betraf, wurde nun auch zum Charakteristikum hiesiger Motive. Diese begegneten ihm im Alltag sowie auf weitläufigen Spaziergängen in der Region und auf seinen zahlreichen Reisen nach Paris und Rom, nach Deutschland, dem damaligen Jugoslawien, Russland und Spanien.

Als aufmerksamer Beobachter des Zeitgeschehens und vielseitig belesen suchte er in allem nach der Essenz. Sein vielfältiges Werk konnte er in seinem letzten Lebensabschnitt an die dreissig Mal ausstellen, gut verkaufen und damit seine «zweite Heimat» unterstützen, die er innerlich nie verlassen hatte. Als weit herum bekannte und geschätzte Künstlerpersönlichkeit starb der einstige Bauer am 5. Juni 2000.

Hortensia von Roda

 

Montag 25. März 2019, 14.30 Uhr:
Wenn das Eigene fremd wird – 
verändertes Selbsterleben bei Demenz

Montag 25. März 2019, 14.30 Uhr

Wenn das Eigene fremd wird – verändertes Selbsterleben bei Demenz

Dr. Christoph Held, Heimarzt und Alterspsychiater, Lehrbeauftragter der Universität Zürich und Dozent an verschiedenen Fachhochschulen

Eine der häufigsten Fragen von Angehörigen von demenzkranken Menschen betrifft den «richtigen» Zeitpunkt für deren Eintritt in ein Pflegezentrum. Auch retrospektiv machen sich Angehörige oft Vorwürfe, ob es nicht «doch noch länger zu Hause gegangen wäre». 

Als medizinisches/pflegerisches Argument für eine Einweisung gilt der «Schweregrad» der Demenz – aber schon die Bestimmung dieses Schweregrades kann sehr schwierig sein. Die häufigsten Kriterien richten sich nach der Abnahme von kognitiven und funktionellen Fähigkeiten bei den alltäglichen Aufgaben wie Körperpflege, Verpflegung und Ausscheidung. Weitere Kriterien sind psychische Symptome und auffälliges Verhalten, welche die betreuenden Angehörigen seelisch und körperlich belasten.

Wenig beachtet wird erstaunlicherweise die Frage, inwieweit die Betroffenen selbst das Verbleiben zu Hause noch als «selbstverständlich» erleben. Oft wird dies von Angehörigen einfach behauptet oder als «selbstverständlich» angenommen, denn die Betroffenen können sich nicht mehr eindeutig und verlässlich darüber äussern. 

In meinen Ausführungen zum veränderten Selbsterleben bei Demenz zeige ich jedoch, dass viele demenzkranke Menschen gerade die «eigene» Wohnung und die «eigene» Umgebung, die «eigene» Biographie und später auch die «eigenen» Angehörigen zunehmend als fremd und bedrohlich empfinden. 

Der Übertritt in eine biographisch «neutrale» Umgebung stellt für die Betroffenen dann oft eine Erlösung und Befreiung von der eigenen Biographie dar. Psychiatrische Symptome wie Wahn, Angst oder Unruhe nehmen nach dem Übertritt erheblich ab und Psychopharmaka können gestoppt werden. «Befreit vom Eigenen» und «Geborgen im Fremden» – man muss diesen Lazarus Effekt bei Demenzbetroffenen genug oft erlebt haben, um die scheinbar paradoxe Empfehlung zum rechtzeitigen Verlassen der gewohnten Umgebung vertreten zu können.

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Veranstaltungsort:

Park Casino Schaffhausen
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Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Bus 3, 4 oder 6 ab Bahnhof Richtung Breite, 1. Haltestelle «Promenade»

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